PRESSE
03.07.2014, 17:26 Uhr | LR Heike Lehmann
Spielen in Finsterwaldes alter Mitte
Wohnungsgesellschaft macht Abrissfläche in der Kleinen Ringstraße zum Kindertreffpunkt
Finsterwalde. In der Kleinen Ringstraße, dort wo Finsterwalde mit am ältesten ist, ist ein neues Spielparadies für die Jüngsten der Stadt entstanden. Vor wenigen Tagen haben Kinder einen neuen Spielplatz in Besitz genommen.
Stadtzentrum Finsterwalde - Die öffentliche Kritik über einen abgerissenen Spielplatz am Märchenhaus war gerade ein paar Tage alt, da freute sich René Junker, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Finsterwalde, gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) einen nagelneuen Spielplatz im Stadtzentrum einweihen zu können. Noch mehr aber freuten sich die Hortkinder der nahegelegenen Grundschule Stadtmitte, die als Erste an die Spielgeräte durften. Ihre Ideen waren schließlich auch im Vorfeld gefragt. Zeichnungen, die am Eröffnungstag am Zaun ausgestellt waren, verrieten, wie sie sich einen Spielplatz erträumen. Nestschaukel und Kletterturm sind von der Wohnungsgesellschaft nahezu 1:1 umgesetzt worden. "Dabei haben wir viel Wert auf das Material gelegt", betonte Junker. Statt auf Holz setzte man recyceltes Material. "Das ist haltbarer als Holz, aber nicht ganz billig", so Junker. Immerhin 35 000 Euro hat die Wohnungsgesellschaft in den neuen Spielplatz investiert. Aus dem Verfügungsfonds im Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren Finsterwalde" gab es knapp 10 000 Euro für die Umsetzung. Baubeginn war Anfang Mai.

Lange Zeit wurde darum gerungen, das Haus Kleine Ringstraße 9 zu erhalten. Als Fachwerk um 1813 erbaut, war es bis zuletzt in seiner Struktur nur geringfügig verändert worden. Deshalb stand es auf der Denkmalliste des Landes Brandenburg. Erstbesitzer war laut Baupolizeilicher Akte Tuchfabrikant Carl Haferland. Der letzte Mieter ist Ende 2002 ausgezogen. Seitdem stand das Haus leer und bot keinen schönen Anblick. Interessenten haben sich nicht dafür finden lassen. Verschiedene Konzepte und Ideenwettbewerbe brachten nur ein Ergebnis: Eine Sanierung wäre unwirtschaftlich. 2013 wurde nach erneuter Beantragung dem Abbruch stattgegeben, weil die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben war. Anfang 2014 ließ die Wohnungsgesellschaft das mehr als 200-jährige Haus abreißen. Das kostete 26 000 Euro. Die Stadt als Gesellschafter hatte für die frei werdende Fläche ein Nachnutzungskonzept verlangt. Bei den Überlegungen dafür wurde die Idee vom Spielplatz geboren.

Mittel- bis langfristig soll das Grundstück an der "Arschkerbe", wie die schmale Verbindung zwischen Kleiner und Großer Ringstraße im Volksmund genannt wird, wieder bebaut werden, hatte Junker vor dem Abriss des Baudenkmals angekündigt. Und auch am Märchenhaus wird es wieder einen Spielplatz geben, versicherte der Geschäftsführer. Der Spielplatz in der Kleinen Ringstraße ist eingezäunt und wird täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Heike Lehmann
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