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In 25 Jahren: Von der Wohnung zum Wohnen

Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde feiert Jubiläum
 
In 25 Jahren: Von der Wohnung zum Wohnen Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde feiert Jubiläum Mit einer Festveranstaltung für Geschäftspartner, Wegbereiter und Mitarbeiter und einem anschließenden Mieterfest hat die Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde mbH (WGF) gestern ihr 25.
Firmenjubiläum gefeiert.
 

FINSTERWALDE –

Erhabe eine Weile überlegt, wie sich 25 Jahre in einem kurzen Satz
zusammenfassen lassen, erklärte Geschäftsführer René Junker gestern beim Festempfang. Er hat ihn gefunden: “Von der Wohnung zum Wohnen.” Dass
er mit diesem Leitsatz ins Schwarze getroffen hat, belegten auch die
Ansprachen von Thomas Freudenberg, Aufsichtsratsvorsitzender,
Bürgermeister Jörg Gampe und Elbe-Elster-Landrat Christian
Heinrich-Jaschinski (beide CDU). Spontanen Applaus bekamen die
Finsterwalder Sänger Veit Klaue, Klaus Mayer und Günter Figur für ihre
zum Sängerlied hinzugedichtete Strophe. “Das stet’ge Wirken, hier gut zu
wohnen, ist purer Segen für unsere Stadt […] Hotel Mama war gestern,
heute gibt es die WGF.”

Zu den Wegbereitern für die WGF gehörten Altbürgermeister Johannes
Wohmann (FDP) und der erste Geschäftsführer Manfred Kauer. Nach dem
Beschluss der Stadtverordneten vom 23. Januar 1991 haben sie den
Gesellschaftsvertrag in Bremen unterschrieben. Beide waren der Einladung
zum Festempfang gefolgt. Der Dank an die Mitarbeiter – “gut ein
Drittel ist schon 25 Jahre dabei”, stellte Freudenberg die WGF als
“zuverlässigen Arbeitgeber” heraus – und die treuen Mieter stand gestern
im Mittelpunkt.

Landrat Jaschinski verknüpft die “positive Entwicklung in der
Sängerstadt” ganz entscheidend mit dem erfolgreichen Wirken der WGF,
einem der größten Vermieter im Landkreis Elbe-Elster.

Zeitgemäße, bezahlbare Wohnungen in einem ansprechenden Wohnumfeld
anzubieten, sei der Auftrag an das städtische Unternehmen, so
Bürgermeister Gampe. Dabei gelinge der WGF der Spannungsbogen zwischen
Wirtschaftlichkeit und sozialer Verantwortung. 2400 Wohnungen habe die
WGF im Bestand, weitere 350 werden fremd verwaltet.

Die Herausforderungen an das Unternehmen waren gewaltig. In den
1990er-Jahren war ein jahrzehntelanger Sanierungsstau aufzuholen. Bis
heute sind 431 Wohnungen mit einem Aufzug erreichbar. Mit Projekten in
der Grabenstraße, am Kirchplatz, in der Naundorfer Straße und jüngst in
der Westfalenstraße machte die WGF positive Schlagzeilen. Bis heute
sind 125 Wohnungen neu gebaut worden. Zwischen Ring- und Grabenstraße
entstehen derzeit zwei Mehrfamilienhäuser. “Der Leerstand liegt unter
fünf Prozent, die Sanierungsquote ist überdurchschnittlich”, lobte der
Bürgermeister. Die WGF übernehme Verantwortung für Menschen in Not und
stelle Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung.

René Junker verwies auch auf Klippen, zu denen 55 Millionen Mark
Altschulden gehörten. Von den 4000 Wohnungen wurden 450 privatisiert. Da
waren es immer noch 33 Millionen Mark. 140 Häuser wurden an frühere
Eigentümer rückübertragen. Als “schweres Unterfangen” bezeichnete Junker
den Freizug und Rückbau am Eppelborner Eck (2005), Klingmühler Eck und
zum Teil in der Westfalenstraße (2010-2012). Junker sagte gestern:
“Wir sind wirtschaftlich gesund.” Er ist optimistisch, dass bis 2020
kein weiterer Rückbau notwendig sein wird.

Heike Lehmann

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